Steht die Zukunft von Ducati in den Sternen?

Der kleine italienische Motorradhersteller Ducati ist seit Jahren in den Händen des Automobilgiganten Volkswagen. Erst letztes Jahr hat sich der Betriebsrat des Unternehmens strikt gegen einen Verkauf der italienischen Marke ausgesprochen.

Damals hatten sich mehrere Unternehmen an der Übernahme der traditionsreichen Marke interessiert gezeigt. Der Vorbesitzer, Royal Enfield, Benetton und Harley-Davidson waren an der Marke interessiert. Nachdem der Betriebsrat sich gegen den Verkauf ausgesprochen hatte, war das Thema auch für den Direktor des Konzerns, Matthias Müller, nicht mehr interessant.

In dem Großkonzern spielt die kleine Motorradmarke aus Italien keine finanzielle Rolle. Noch im letzten Jahr wurde von dem Konzern ein gemeinsames Logistikzentrum für die Motorräder und die auch zum Konzern gehörende Marke Lamborghini gebaut.

Seit kurzem werden aber andere Töne von der Konzernleitung angeschlagen. Laut dem Konzernchef überlegt man sich von so genannten Randgeschäften zu trennen. Die Zukunft von Ducati scheint jetzt einige Manager in Volkswagen zu beschäftigen. Genau wie bei den Automobilen des Konzerns wurde die Entwicklung von Elektroantrieben verschlafen.

Jetzt fällt den Manager in Volkswagen ein, das für Ducati schnell eine Zukunftsperspektive entwickelt werden muss. Anscheinend wird auch mit dem Gedanken gespielt eine Partnerschaft mit anderen Motorradherstellern einzugehen, die besser für die Zukunft geplant haben. Als alleinstehendes Unternehmen in dem Volkswagenkonzern hat es Ducati schwer, sich gegen die Automobile Vorherrschaft durchzusetzen.

Während für die damalige Geschäftsführung die kleine italienische Motorradmarke Ducati noch ein Prestigegewinn war, scheint sie heutzutage eher ein stiefmütterliches Dasein zu führen. Die Idee bei Volkswagen Vertragshändlern auch die roten Motorräder aus Italien anzubieten, scheint nicht mehr aktuell zu sein. Besonders in den letzten Jahren haben sich die 24 Modelle des Unternehmens auf dem Markt eine lukrative Nische erobert, die für viele internationale Motorradhersteller interessant sein könnte. Vielleicht ist es ja auch die Möglichkeit für Harley-Davidson, die schon seit einiger Zeit über eine Produktion in Europa nachdenken.

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