Mehr als nur ein fünffacher Weltmeister!

Roger DeCoster ist mittlerweile 74 Jahre alt. In Rente zu gehen, ist für ihn aber keine Option. Seit 1995 ist er Teammanager für das KTM Motocross Team.

Der belgische Champion kam 1967 nach Amerika, um Motocross zu fahren. Vier Jahre später gewann er seine erste Weltmeisterschaft. Seiner Heimat blieb er aber treu, jedes Jahr flog er wieder in seine Heimat. Als Honda sein Motocross Team in den 1980er Jahren aufstellte, nahm das Unternehmen Dave Arnold als Team Manager und DeCoster als Team Berater unter Vertrag. Beide kannten sich sehr gut, denn Arnold war vorher Mechaniker in DeCosters Motocross Teams.

Roger DeCoster löst die Probleme

In jenen Tagen machte sich DeCosters Talent besonders nützlich. In sehr kurzer Zeit löste er mechanische Probleme an den Motorrädern. Das beste Beispiel dafür ist ein Problem, das Marvin Musquin des KTM Teams hatte. Durch seine konstanten brutalen Brems- und Beschleunigungsvorgänge verbog sich die Hinterrad-Narbe immer wieder. DeCoster nahm sich des Problems an und erkannte es innerhalb von 15 Minuten: An der Bruchstelle mussten zwei Millimeter mehr Material aufgebracht werden. Die KTM Ingenieure kamen nach 15 Tagen Proben zum selben Ergebnis. Zu diesem Zeitpunkt hatte DeCoster sich bereits an die Drehbank gesetzt und das Problem selbst gelöst.

Durchstarten mit KTM

Nach 16 Jahren bei Suzuki wechselte DeCoster dann zu KTM. Nicht alle Teammitglieder waren mit dem Wechsel einverstanden. Sein Protegé Ryan Dunge wollte direkt mit ihm gehen, doch DeCoster riet ihm noch zu warten. 2011 startete er dann mit KTM und gewann den amerikanischen Supercross-Titel dreimal, bevor er sich 2017 aus dem Sport verabschiedete.

Das Aushängeschild im Motocross

Während seiner Karriere formte DeCoster 23 Weltmeister und ist weiterhin ein Aushängeschild für den Motocross-Sport. Heute hat niemand mehr bei KTM Bedenken wegen der Fähigkeiten von Roger DeCoster. Ihm war in den letzten Jahren ein Teil des schnellen Team-Erfolgs zuzuschreiben.

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