Schon seit 1902 gilt der Strand von Daytona Beach als das Mekka der Geschwindigkeitsfanatiker in den Vereinigten Staaten. Der weiche Sand war bis 1962 Teststrecke für Motorräder und Autos.

Die Amerikanische Automobilorganisation veranstaltete schon 1903 das erste Rennen auf dem Strand von Daytona Beach, das “Winter Carnival”. Auf dem breiten Strand wurden im Laufe der Jahre fünfzehn Weltrekorde aufgestellt. Schon damals wurden Geschwindigkeiten bis zu 445 Stundenkilometer erreicht, wobei auch einige Personen das Leben verloren, wie der berühmte Rennfahrer Frank Lockhardt.

Die Daytona 200 entstand 1937, nachdem es Probleme bei einem Rennen auf der Daytona Beach gab. Die Stadt Daytona beauftragte 1936 Sig Haugdahl, ein Rennen vorzubereiten. Er entwickelte eine 3,2 Meilen lange Strecke, die aber an dem Renntag durch die vielen Besucher und Rennfahrer fast nicht mehr benutzt werden konnte.

Ab 1937 wurde das Motorrad-Rennen dann auf der Daytona International Speedway Strecke ausgetragen. Es ist heute das meist besuchte Motorrad-Rennen in den Vereinigten Staaten. Wohl auch, weil die Veranstalter 2005 die Regeln verändert haben. Das Superbike-Rennen wurde von 200 Meilen auf 62 Meilen gekürzt und eine Formula Xtreme Rennserie gegründet, die weiterhin über die gesamten 200 Meilen geht.

Mit einem Preisgeld von 175.000 US-Dollar ist die Daytona 200 das bestbezahlte Motorrad-Rennen in den Vereinigten Staaten. Selbst der Rennfahrer, der es schafft, auf dem 40. Rang zu landen, bekommt mehr Preisgeld, als der Gewinner bei einem Grand Prix. Das Interesse der Hersteller ist heute so groß, dass sie Preise für die Motorradfahrer bezahlen, die mit ihrer Marke möglichst auf den ersten Plätzen landen. Bis zu dem 80. Platz werden diese Geldpreise ausgezahlt.

Für das Jubiläumsrennen zum 50. Geburtstag der Daytona 200 fuhr der erste Gewinner des Rennens, Ed Kretz, noch einmal eine Runde mit seiner restaurierten Indian, mit der er 1937 das Rennen gewann. Das berühmte Rennen wurde nur in den Jahren 1942 bis 1946 nicht ausgetragen, wegen den Rohstoffproblemen der USA im Zweiten Weltkrieg.