Der ADAC beschäftigt sich nicht nur mit der Rettung von Unfallopfern und deren Fahrzeuge, die Unfallforschung ist auch eine wichtige Aufgabe des Vereins.

Besonders für Motorradfahrer sind diese Analysen wichtig, da wir uns auf die gefährlichsten Situationen einstellen können. Was wir wahrscheinlich schon alle lange wissen, entstehen 41% der Unfälle der Motorradunfälle durch PKW Fahrer, die die Situation falsch eingeschätzt haben. Deswegen ist es besonders wichtig, bei jeder Fahrt mit dem Motorrad auf Autofahrer zu achten, die die Geschwindigkeit und die Beschleunigung von Motorrädern nicht richtig einschätzen können.

Aber noch eine wichtige Information kann den Studien des ADAC entnommen werden. Demnach sind Motorradfahrer besonders auf den Landstraßen gefährdet. Diese sind besonders wegen der teilweise schönen Landschaft und den höheren Geschwindigkeiten beliebt. Das führt aber auch zu gefährlicheren Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmern.

Da meistens nur eine Spur auf den Landstraßen zur Verfügung steht, werden auch viel öfters gefährliche Überholvorgänge durchgeführt. Die Landstraßen werden oft von viel langsameren Fahrzeugen benutzt, wie zu Beispiel von der Landwirtschaft oder Forstwirtschaft. Aber auch große LKWs kommen nur sehr langsam auf den teilweise bergigen und engen Landstraßen voran. Dadurch entsteht ein erhöhtes Unfallrisiko.

Die Anzahl der Unfälle auf Landstraßen ist gemessen an allen Verkehrsunfällen mit 3% zwar relativ gering, aber das Risiko durch die hohen Geschwindigkeiten ist viel höher. Bei den Unfällen mit Todesfolge ist die Landstraße dann auch mit 6% beteiligt.

Das liegt auch daran, das auf den Landstraßen nur wenige Möglichkeiten bestehen um die Überholvorgänge sicher durchzuführen. Die Sicht ist meistens durch Kurven oder Wälder eingeschränkt, wodurch die benötigte Sicht von 700 Metern oft nicht gewährleistet ist.

Der ADAC schlägt einige Verbesserungen vor, wie die Landstraßen verbessert werden können, oder die Fahrzeuge mit besseren technischen Hilfsmitteln ausgerüstet werden können. Letztendlich sind aber die Verkehrsteilnehmer gefragt, die sich besser auf die gegebene Situation einstellen müssen, um keine Unfälle mehr zu verursachen.