Die Frage ist eigentlich nicht richtig gestellt. Jeder Motorrad-Enthusiast hat sich schon lange vor dem Kauf auf ein Motorrad konzentriert.

Die Gründe für die Auswahl können sehr unterschiedlich sein. Es kann das Aussehen, die Leistung, die Marke oder sogar nur wegen der guten Bewertungen von Bekannten oder aus Motorradzeitungen sein, die den Ausschlag für das Wunschmotorrad gegeben haben.

Nur die wenigsten Motorradfahrer suchen sich ihr nächstes Motorrad aus praktischen Gründen aus. In erster Linie muss das eigene Motorrad aber den persönlichen Ansprüchen gerecht werden und diese können sehr unterschiedlich ausfallen.

Prinzipiell sollte die Sparte oder Typ von Motorrad ja schon klar sein. Der Motorradtyp bezieht sich in erster Linie auf den Einsatz des Zweirads. Sollen die Ausfahrten über Stock und Stein gehen, oder soll die Fußraste in jeder Kurve über den Asphalt kratzen? Sollen mit dem Chopper die Passanten neidisch gemacht werden oder doch lieber mit dem Sound des großen V-Motors die Nachbarn aus dem Bett gerüttelt werden? Die grobe Richtung ist also schon festgelegt, danach wird es schon schwieriger.

Es fängt an mit der Motorleistung, mit der besonders Männer überfordert werden. Es geht dann genauso zu wie im Baumarkt: je stärker, desto besser. Ob die Leistung überhaupt benötigt wird, oder noch besser, ob sie überhaupt beherrscht werden kann, ist dann noch eine ganz andere Frage.

Das Motorrad wird wie das Auto immer mehr zu einem Statussymbol, je grösser, desto besser. Dabei leidet aber besonders der Fahrspaß, bei dem es nicht immer um die Größe geht. Wenn es um den Transport und den Spaß in den Innenstädten geht, dann ist eine 1000er eher anstrengend als der Inbegriff des Fahrspaßes. Erst wenn es auf lange Touren geht, wenn hunderte Kilometer auf der Autobahn abgespult werden, dann lohnt sich auch die riesige Maschine. Für alle anderen eignet sich eher das schlanke und kleine Motorrad, mit dem sich der Verkehr wendig umfahren lässt.